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Vor dem Klassen/Gruppenbesuch
Bereits mehrere Wochen/Monate vor dem Klassen/Gruppenbesuch muss ein Kontakt mit der Institution (Schule/Jugendtreff)
hergestellt werden. Zusätzlich sollte ein Gespräch mit dem zuständigen Lehrerin/ Gruppenleiter/in vereinbart werden. In diesem Gespräch sollte das Projekt präsentiert und offene Fragen geklärt werden. Wichtig
hierbei ist zu erwähnen, das eine Vorraussetzung für die Durchführung der Veranstaltung ist, das diese ohne den/die Lehrer/in stattfindet. Es muss auch geklärt werden, was mit Jugendlichen geschieht, die nicht
teilnehmen wollen (auch im Falle einer Störung des Projektablaufs). Die Aufsicht von Schülern, die nicht teilnehmen wollen, muss vorher abgeklärt werde.
Um ein genaues Bild über den Entwicklungsstand der Jugendlichen zu bekommen, ist die Erfragung einiger
Vorinformationen von Bedeutung wie z.B. Entwicklungsstand, Schultyp, Umgang der Schüler untereinander, das dortige Mädchen-Jungen-Verhältnis, die Jahrgangsstufe und die Grösse der Klasse. Dies ist für die Auswahl
der Methoden hilfreich. Es muss feststehen, wie lang der Projekttag geplant ist und welche Spiele in diesen Zeitraum passen. Es sollte dann auch feststehen, ob sich der Projektablauf nach den Pausen richtet oder
anhand eines eigenen, vorher entwickelten Zeitablaufs, stattfindet. Die Freiwilligkeit der Teilnehmenden ist Voraussetzung. Die Gruppe sollte durch den Lehrer im vornhinein auf das Thema des Projektes vorbereitet
werden. Wichtig sind auch Informationen über die Beschaffenheit der Räumlichkeiten und ob Medien (Videorecorder, Tafel, Pinnwand) für die Durchführungen des Projektes zur Verfügung stehen. In der Sexualerziehung ist
es von grundsätzlicher Notwendigkeit, Rücksicht auf kulturelle, familiäre und religiöse Hintergründe und die damit einhergehenden unterschiedlichen Vorerfahrungen und Einstellungen der Mädchen und Jungen zu
nehmen. Um ein genaueres Bild über die teilnehmenden Jugendlichen zu bekommen, ist es hilfreich, (Background-) Fragebögen in die Klasse zu geben. Dazu wird dann unsere Fragebox vom Lehrer in die Klasse
gestellt (Titelaufschrift: ?-Box). Zu der Fragebox gibt es noch eine Themenübersicht, zu denen die Jugendlichen ihre Fragen in die Box werfen können. Hierzu gehören Bereiche wie: „Was ist typisch männlich“, „Was ist
typisch weiblich“, „Wie sollte ein Mann/eine Frau sein?“, „Wie soll Dein/e Traummann/frau sein?“, „Was ist für Dich normal?“, „Was nicht?“ und Fragen zum Thema Homosexualität.
Inhaltliche Vorbereitung auf den Klassenbesuch
Einige Tage vor der Veranstaltung werden die (Feedback-)Fragebögen und die Box in einer Teambesprechung ausgewertet.
Durch die Auswertung kann der Tagesablauf bedürfnis- und themenorientiert gestaltet/strukturiert werden. Teilnehmer-orientierung steht im Vordergrund. Interessen, Wünsche und Lebenszusammenhänge sollen während der
ganzen Projektdurchführung berücksichtigt werden. Es muss auch abgesprochen werden, wer Moderator ist und wer welche Methode durchführt. Eine abwechselnde Moderation der Programmpunkte (Spiele) ist wichtig, damit
die Aufmerksamkeit der Jugendlichen erhöht werden kann. Vor der Veranstaltung muss die Kiste auf ihre Vollständigkeit überprüft werden (Kreppband/ Edding, Methoden, Materialien). Die Orientierung auf die
Teilnehmer/innen bedeutet auch, sich darauf einzustellen, gegebenenfalls auf aktuelle Stimmungen in der Klasse/Gruppe einzugehen, um den Verlauf der Veranstaltung entsprechend zu verändern. Wenn Konflikte in der
Gruppe auftreten, sollten diese nicht aufgeschoben, sondern direkt angegangen werden. Auch muss entschieden werden, inwieweit es Kleingruppenarbeit geben soll. Wenn es erforderlich scheint, sind Jungen und Mädchen
zu trennen. Wichtig ist auch, dass die Gruppen ungefähr gleich groß sind. Während der Gruppenarbeit sollte man die einzelnen Gruppen aufsuchen, um sie eventuell unterstützen zu können, aber auch um Interesse zu
zeigen.
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